AI-Bot verschickt $450.000 in Memecoins statt 4 SOL – der Lobstar‑Blunder
Was ist passiert?
Am 23. Februar 2026 wollte der OpenAI‑Ingenieur Nick Pash mit seinem Trading‑Bot »Lobstar Wilde« einem X‑Nutzer namens „treasure David“ 4 Solana (SOL) für eine angebliche Tetanus‑Behandlung schicken. Stattdessen landete der gesamte Lobstar‑Token‑Stapel des Bots auf der Adresse: rund 441.788 US‑Dollar bzw. etwa $450.000 an LOBSTAR‑Token, was laut Bericht etwa fünf Prozent der gesamten Token‑Angebotsmenge darstellte. Pash hatte den Bot erst am Freitag erstellt mit dem Ziel, 50.000 Dollar in SOL in eine Million Dollar durch Trades zu verwandeln. Auf X reagierte der Bot‑Betreiber sarkastisch und gab später offen zu, er habe „aus Versehen mein gesamtes Vermögen“ an den Bittsteller geschickt.
Warum das relevant ist
Der Vorfall zeigt, wie fehleranfällig automatisierte Krypto‑Tools trotz KI‑Versprechen bleiben und wie schnell solche Fehler Marktbewegungen auslösen können. Der Empfänger verkaufte laut SolScan unmittelbar einen Bestand von 53 Millionen Lobstar‑Token und realisierte dabei rund 40.000 Dollar Gewinn. In der Folge stieg der Lobstar‑Preis binnen 24 Stunden um etwa 32 Prozent auf 0,01099 Dollar; die Marktkapitalisierung lag laut Gecko Terminal bei über 11 Millionen Dollar. Auf X diskutieren User heftig und werfen den Ereignissen sowohl Unfall als auch mögliche Inszenierung vor.
Technischer und strategischer Hintergrund
Lobstar ist ein memecoin auf der Solana‑Blockchain; Transfers sind öffentlich und oft irreversibel, sobald eine Transaktion bestätigt ist. Automatisierte Trading‑Bots wie »Lobstar Wilde« kombinieren Handelsregeln mit Wallet‑Funktionen — ein falscher Adress‑ oder Betragseintrag kann deshalb große Summen verschieben. Pashs Bot verfolgte eine aggressive Zielvorgabe (50.000 Dollar zu einer Million machen), was erklärt, warum große Token‑Bestände gehalten wurden. Die Transparenz der Blockchain macht Abläufe nachvollziehbar, aber nicht zwangsläufig rückgängig machbar.
Folgen, Chancen und Risiken
Kurzfristig brachte der Fehler dem Token Aufmerksamkeit und einen Kursanstieg — für Projekte sind solche Publizitäts‑Effekte zweischneidig. Marktmanipulation, fehlende Kontrollen und das Risiko für Anleger wachsen, wenn einzelne Wallets große Teile des Angebots halten oder Transaktionen unzureichend abgesichert sind. Dass der Empfänger die Token schnell verkaufte und Gelder weiterbewegte, nährt Misstrauen und regulatorische Fragen. Für Entwickler ist die Episode eine Erinnerung: Automatisierte Systeme brauchen stärkere Schutzmechanismen und menschliche Aufsicht.
Würdest du einer Handels‑KI erlauben, größere Summen autonom zu bewegen?