El Mencho tot – wie das CJNG mit KI, Drohnen und Social Media überlebt
Was genau passiert ist
Mexikanische Army Special Forces töteten Nemesio Rubén „El Mencho“ Oseguera Cervantes in Tapalpa, Jalisco; die Bundesregierung bestätigte seinen Tod. Experten rechnen dennoch nicht mit einem schnellen Zusammenbruch des CJNG, sondern mit einer tiefgreifenden Neuordnung des Drogenhandels, die neue Gewaltwellen nach sich ziehen kann.
Warum das von globaler Bedeutung ist
Das US-Außenministerium sieht das CJNG in „fast ganz Mexiko“, aber auch in Ländern wie Australien, China und mehreren Staaten Südostasiens aktiv. Die DEA stuft das Netzwerk als global agierend ein – in mehr als 40 Ländern – und bezeichnet das CJNG als „eine terroristische Organisation, auf allen Ebenen“, weil es neben Fentanyl auch Erpressung, Menschenschmuggel, Öl- und Rohstoffdiebstahl sowie illegalen Waffenhandel betreibt.
Wie Technologie das Kartell stärkt
Das CJNG hat gezielt Fachleute für Finanzen und Chemie rekrutiert und über die Struktur Los Cuinis Geldwäsche über Handel, Kryptowährungen und asiatische Verbindungen organisiert. Interpol warnte 2024 vor großangelegten Betrugsnetzwerken, die KI, Sprachmodelle und Kryptowährungen nutzen; Forscher fanden auch, dass TikTok mit rund 100 aktiven Accounts als Rekrutierungs- und Propagandakanal dient – 47 Prozent der Accounts warben für Mitglieder, 31 Prozent verbreiteten Propaganda, und 54,3 Prozent der gefundenen Profile ließen sich dem CJNG zuordnen.
Drohnen, Sprengstoffe und neue Taktiken
Vor etwa fünf Jahren begann das Kartell, kommerzielle Drohnen als Waffen umzubauen; Einsätze in Michoacán und Guerrero führten zu Dutzenden Toten und Vertreibungen. Offizielle Zahlen zeigen einen rasanten Anstieg von Drohnenangriffen: fünf im Jahr 2020, 107 in 2021, 233 in 2022 und 260 allein im ersten Halbjahr 2023. Die Gruppen verwendeten Modelle wie die DJI Mini 3 (ca. 420 US-Dollar) für improvisierte Sprengsätze und leistungsfähigere Agras T40-Landwirtschaftsdrohnen (rund 25.000 US-Dollar) für größere Einsätze; seit 2023 wurden in Michoacán fast 5.000 Sprengvorrichtungen, darunter Drohnen, entsorgt.
Mögliche Folgen und Risiken
Die Kombination aus dezentraler Führung, technologischer Aufrüstung und internationalen Geldströmen erhöht die Widerstandsfähigkeit des CJNG gegenüber Führungsausfällen. Für Strafverfolger bedeutet das, dass militärische Erfolge gegen Bosse nicht automatisch das Netzwerk zerschlagen; stattdessen drohen vermehrte Cyber-Betrugsdelikte, transnationale Kollaboration und eine gesteigerte Gefährdung ziviler Räume durch bewaffnete Drohnen und Sprengsätze.
Wie siehst du die Zukunft von KI und Drohnentechnik in den Händen krimineller Gruppen?
Quelle: https://www.wired.com/story/how-mexicos-cjng-drug-cartel-embraced-ai-drones-and-social-media/