Trump droht Europa mit 10% Strafzöllen – Märkte reagieren nervös

Trump droht Europa mit 10% Strafzöllen – Märkte reagieren nervös

Was ist passiert?

Donald Trump kündigte am Wochenende an, ab Februar einen zusätzlichen Einfuhrzoll von 10% auf Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Finnland zu erheben. Als Begründung nannte er deren Widerstand gegen eine Übernahme Grönlands durch die USA. Die Nachricht drückte die Kurse: Deutschlands DAX verlor 1,3% auf 24.960,33 Punkte, Frankreichs CAC 40 fiel 1,9% auf 8.101,96 und Londons FTSE 100 ging um 0,4% auf 10.190,26 zurück. Unter US-Futures lag der S&P 500 um 11:48 Uhr Eastern Time rund 1% im Minus, der Dow um 0,8% und der Nasdaq um 1,2% — während die US-Börsen wegen Martin Luther King Jr. Day geschlossen waren.

Warum das wichtig ist

Die gemeinsame, scharfe Kritik der betroffenen europäischen Regierungen warnte, die Maßnahme untergrabe die transatlantischen Beziehungen und könne eine gefährliche Abwärtsspirale auslösen. Stephen Innes von SPI Asset Management warnte, Trumps Schritte würden das strategische Gleichgewicht und das Vertrauen in Institutionen auf die Probe stellen und könnten langfristig Kapitalflüsse in US-Anlagen verändern. Für Investoren bedeutet das nicht nur kurzfristige Kursrisiken, sondern auch die Möglichkeit einer langsameren, strukturellen Neuausrichtung der globalen Kapitalströme.

Marktreaktionen und wirtschaftlicher Kontext

In Asien zeigten sich gemischte Reaktionen: Chinas Wirtschaft wuchs 2025 um 5% im Jahresvergleich, mit einer Abschwächung im Schlussquartal; Hongkongs Hang Seng fiel 1,1% auf 26.563,90, Shanghai stieg 0,3% auf 4.114,00. Tokio verlor 0,7% auf 53.583,57, während Südkoreas Kospi 1,3% zulegte und weiter Rekordhöhen suchte; SK Hynix stieg 1,1%. Auf Wochensicht hatten S&P 500, Dow und Nasdaq leichte Verluste, während der Russell 2000 minimal zulegen konnte. Anleger schauen zudem auf anstehende Quartalsberichte von United Airlines, 3M und Intel sowie auf den PCE-Inflationsbericht vor der Fed-Sitzung in zwei Wochen.

Chancen, Risiken und kurzfristige Marktfolgen

Erhöhte Zölle können Lieferketten verteuern und die Inflation anheizen, was die Perspektiven für Unternehmen und Konsumenten belastet. Rohstoffe und sichere Häfen reagierten: US-Rohöl stieg leicht auf 59,58 US-Dollar je Barrel, Brent auf 64,17 Dollar; Gold gewann 1,8% und Silber 6,2%. Wechselkurse veränderten sich kaum — der Dollar stieg gegenüber dem Yen auf 158,10. Insgesamt ist die Lage eher eine Frage der Unsicherheit: Anleger müssen Quartalszahlen und Inflationsdaten abwarten, um das Ausmaß des Risikos und einer möglichen, langfristigen Neugewichtung der Märkte zu beurteilen.

Wie siehst du die Zukunft der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen?

Quelle: https://www.yahoo.com/news/articles/us-futures-sink-trump-warns-064219353.html

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