US-Army will Nachschub im Feld wie ein Amazon‑Paket verfolgen

US-Army will Nachschub im Feld wie ein Amazon‑Paket verfolgen

Was ist passiert?

Die US‑Army integriert neue Logistiksoftware in ihr Next Generation Command and Control (NGC2)-Programm und testet die Technik gemeinsam mit Industriepartnern. Rune Technologies’ System TyrOS wurde bei Übungen mit der 25th Infantry Division auf Hawaii im Dezember und mit der 4th Infantry Division in Fort Carson dieses Jahr erprobt. TyrOS nutzt künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen, um Bestände, Transporte und Wartungsbedarfe zu verfolgen und Nachschubbedarf vorherzusagen, statt nur auf Anfragen zu reagieren.

Warum das wichtig ist

Stabile Logistik entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg im Gefecht; wenn Nachschubwege durch Störungen, Jammer oder Cyberangriffe unterbrochen werden, drohen Munition‑ und Versorgungslücken. Maj. Gen. Patrick Ellis vergleicht das Ziel mit der Transparenz, die Zivilisten beim Verfolgen von Amazon‑Paketen haben: Soldaten sollen wissen, wo Nachschub ist, damit sie sich aufs Kämpfen konzentrieren können. NGC2 und TyrOS zielen darauf ab, Versorgungslücken zu vermeiden, indem sie Bedarf antizipieren und priorisieren.

Wie die Technik funktioniert

TyrOS aggregiert große Datenmengen aus Sensoren, Fahrzeugtelemetrie und Einsatzmeldungen, wertet etwa Feuerraten von Waffen oder Tankstände von Strykern aus und sagt so den nächsten Nachschubbedarf voraus. Die Software ist für umkämpfte, gestörte Netzwerke ausgelegt: Sie priorisiert kritische Daten, nutzt kurze Verbindungsfenster und kann lokal als ‚Single‑Player‘ arbeiten und bei Wiederverbindung synchronisieren. David Tuttle, CEO von Rune, betont die Idee eines integrierten Systems, das Logistiker und Kommandeure gleichermaßen informiert.

Chancen, Risiken und Marktfolgen

Die iterative Entwicklung – mit Ingenieuren von Anduril und Rune direkt in den Übungen – beschleunigt Updates und verändert die Zusammenarbeit zwischen Rüstungsindustrie und Heer. Chancen liegen in schnelleren Entscheidungen, weniger Ausfällen und effizienterer Wartung. Risiken bleiben: Starke Gegner können weiter Kommunikationswege stören, und hohe Abhängigkeit von Software verlangt robuste Resilienz und strenge Tests. Das NGC2‑Programm ist noch in Entwicklung; Feedback aus Übungen bleibt deshalb entscheidend.

Würdest du dieser Technologie im Gefecht vertrauen?

Quelle: https://www.businessinsider.com/army-betting-ai-tool-get-ammo-supplies-front-line-troops-2026-2

Read more